Die Zeit die wir darstellen, ist etwa Ende des 4. bis Anfang des 5. Jahrhundert anzusiedeln. Damit wird sie sowohl zur Spätantike, als auch zum Frühmittelalter gezählt. In diesem Zeitraum fällt die Völkerwanderung, mit dem Beginn des Einfalls der Hunnen nach Ostmitteleuropa bis hin zum Einfall der Langobarden in Italien. Ein Zeitraum der von ca. 375 bis ca. 586 n. u. Z. reichte.   Prägendstes Ereignisse dürfte wohl auf lange Sicht die Erklärung des Christentums zur Staatsreligion 380 n. u. Z. durch den römischen Kaiser Theodosius I gewesen sein. In den Folgejahren schafft er mit beispielsweise dem Orakel von Delphi und den Mysterien von Eleusis zahlreiche heidnische Bräuche ab, mit dem Ziel, die Grundlagen des heidnischen Glaubens zu vernichten.   Das weströmische Kaisertum endet mit dem ausklingenden 5. Jahrhundert. Es folgen germanisch-romanische Nachfolgereiche, wie die Merowinger, die Ende des 5. Jahrhunderts das Fankenreich gründen, welches auch das Siedlungsgebiet der Nemeter betrifft. Der berühmteste Herrscher dieses Reiches wird der Karolinger Karl der Große, welcher aber erst 768 n. u. Z. zum König gekrönt wird und mit der Beauftragung zur Fällung der Irminsul das Ende des germanischen Heidentums besiegeln wird.   All dies wird allerdings die Stammesangehörigen der Nemeter vom Unfreien bis zum einfachen Adel kaum berührt haben. Sie kannten vermutlich bestenfalls ihre Stammesführer und pflegten, von Beschlüssen aus Rom unbehelligt, ihre Kultur und ihre religiösen Riten auch weiterhin.
Historischer Kontext

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